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LED-Lichtquellen im Einsatz

LEDs sind elektronische Bauelemente und können als solche nicht ohne weiteres in Leuchten oder Orten mit Lichtbedarf eingebaut werden. LEDs höherer Leistung müssen in jedem Fall auf eine Leiterplatte montiert werden, um die entstehende Wärme ableiten zu können.

Diese Notwendigkeit kann genutzt werden, um:

  • Alle für den jeweiligen Anwendungsfall erforderlichen LEDs sowie alle übrigen elektronischen Komponenten auf einer Leiterplatte / in einem Modul zu integrieren.

  • Das Module flexibel an das spezielle Leuchtendesign anzupassen

  • Zusätzliche Sensoren für Umgebungslicht oder Bewegungsmelder unterzubringen, die die LED-Lichtquelle gezielt und ein- und ausschalten.

Da LEDs ohne jede Einschränkung der Lebensdauer beliebig häufig geschaltet werden können, sind Sie für die Kombination mit Schaltautomaten prädestiniert. Es bietet sich daher an, LED-Leuchten mit Umgebungslichtsensoren und Bewegungsmeldern auszustatten. LEDs benötigen ohnehin ein elektronisches Vorschaltgerät. Der zusätzliche Aufwand für Sensoren hält sich daher in Grenzen. Die Sensoren sorgen dafür, dass nur dann Energie verbraucht, wenn Licht tatsächlich benötigt wird. Straßen und Hausflure werden beleuchtet, wenn sich etwas regt und jemand zugegen ist. Wie häufig wird in Bürogebäuden das Licht morgens eingeschaltet und bleibt dann trotz hellen Sonnenscheins in Betrieb? Das Einsparpotenzial für elektrische Energie ist offensichtlich sehr groß.
Hingegen werden Leuchtstofflampen durch häufiges Einschalten geschädigt. Zum Ende der Lebensdauer können Leuchtstofflampen nicht mehr sauber gestartet werden und flackern. Besonders heftig ist der Verschleiß bei niedrigen Betriebstemperaturen. Daher fallen Straßenleuchten oder außen angebrachte Reklameleuchten, die mit Leuchtstofflampen ausgestattet sind, gerade im Winter, wenn sie am dringendsten gebraucht werden, besonders häufig aus. Auch für die Beleuchtung von gekühlten Warenausstellungen sind Leuchtstofflampen wegen des hohen Wartungsaufwands eigentlich ungeeignet.

Beleuchtung mit LEDs bieten gerade in folgenden Bereichen besondere Vorteile:

  • Ersatz von Allgemeinbeleuchtung mit hohem Wartungsaufwand: Beleuchtung von Straßen und Industriehallen. LED-Leuchten können jahrelang ohne Wartung betrieben werden.

  • Architekturbeleuchtung: Mit LED-Leuchten können farbige Akzente gesetzt werden.

  • Beleuchtung gekühlter Warenausstellungen: LEDs geben keine Infrarotstrahlung ab und erzeugen nur wenig Abwärme. Generell arbeiten LEDs in kalter Umgebung besonders zuverlässig. Die Lebensdauer steigt sogar.

  • Beleuchtung sensibler Ausstellungsstücke und Waren in Museen und Kaufhäusern. LEDs sorgen für UV-Freie Beleuchtung. Hier müssen LEDs oder LED-Systeme mit besonders guter Farbwidergabe, mit möglichst hohem CRI-Wert (CRI = Colour Rendering Index) verwendet werden.

  • Farbige Außenwerbung, Reklameschriftzüge und Anzeigetafeln. Hier spielt die LED ihren Vorteil der der brillanten Farben und vor allem ihrer geringen Wartungskosten in Verbindung mit der hohen Lebensdauer bei niedrigen Betriebstemperaturen aus.

Anwendbare Normen:
 
DIN EN 61347-2-13 (VDE 0712-43) „Besondere Anforderungen an gleich- und wechselstromversorgte elektronische Betriebsgeräte für LED-Module“
DIN EN 62031 (VDE 0715-5) „LED-Module für Allgemeinbeleuchtung – Sicherheitsanforderungen.
DIN EN 62384 (VDE 0712-26) „Gleich- und wechselstromversorgte elektronische Betriebsgeräte für LED-Module – Anforderung an die Arbeitsweise“, Entwurf: DIN IEC 62384/A1 (VDE 0712-26/A1)
DIN EN 60838-2-2 (VDE 0616-6) „Besondere Anforderungen – Verbinder für LED-Module“

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